Sehschule – was ist das ?

Wir prüfen mit altersgerechten Testverfahren um Auffälligkeiten des kindlichen Sehens zu entdecken und beraten Sie zu den verschiedenen Versorgungsmöglichkeiten.

Außer der Sehschärfe der Augen wird die Augenstellung, die Funktion der Augenmuskeln und die Flexibilität des optischen Systems gemessen.

Wir beraten Sie zu den verschiedenen Versorgungsmöglichkeiten, welche außer der Korrektur durch Brille und Kontaktlinse auch die Möglichkeit eines Augentrainings mit einschließt.

Um Ihnen eine optimale Versorgung anbieten zu können, arbeiten wir eng mit einem Netzwerk von Ärzten und anderen Gesundheitsfachleuten zusammen.

Sehschule – Erklärung der Grundbegriffe

Binokularsehen:

  • beide Augen nehmen am Sehen Teil
  • Im Gehirn werden beide Seheindrücke zu einem Bild verschmolzen

Akkommodation:

  • Einstellung der Schärfe auf die Leseentfernung

Vergenz (Konvergenz/Divergenz):

  • Einstellbewegungen des Auges nach innen und außen

Okulomotorik:

  • Bewegung der Augen

Sehschule – Lesen lernen und Sehen

Sehen ist ein Lernprozess. Neugeborene sehen zunächst nur verschwommen und Hell- und Dunkelkontraste. Die Sehschärfe und das Zusammenspiel beider Augen müssen sich erst noch entwickeln. Doch schon mit 9 Jahren entspricht die Sehfähigkeit eines Kindes annähernd der eines Erwachsenen.

Störungen dieses Lernprozesses können sich in Leseunlust, Ungeschicklichkeit oder Kopfschmerzen äußern.

Hannah 3. Klasse

„ Beim Lesen lasse ich oft Wörter aus. Manchmal lese ich Wörter, die gar nicht da stehen. Dann kommt mir alles seltsam vor und ich verstehe den Text nicht. Lesen mag ich überhaupt nicht. Wenn ich vorlesen muss, wird mir immer ganz schlecht und ich habe Angst, dass die anderen Kinder mich auslachen.

Meinen Eltern habe ich gesagt, dass meine Augen in der Schule oft weh tun. Manchmal sehen die Buchstaben aus als würden sie wackeln und dann kann ich sie nicht erkennen.

Meine Eltern sind dann mit mir zum Augenarzt gegangen. Aber der Augenarzt hat nur gesagt, dass ich Augen wie ein Luchs habe.

Jetzt denken meine Eltern, dass ich nur eine Ausrede suche um meine Hausaufgaben nicht machen zu müssen. Vielleicht sage ich ja nun gar nichts mehr.“

Sehschule – Wann sollte ich mit meinem Kind kommen?

Sollten Sie bei Ihrem Kind einige der folgenden Beobachtungen machen oder Defizite festellen in den Rubriken machen, so kann es durchaus sinnvoll sein zu uns zu kommen.

Augenbewegungsstörungen:
  • Starke Kopfbewegung beim Lesen
  • Reduziertes Leseverständnis
  • Langsames Lesen, um Kontrolle zu gewinnen
  • Verwechslungen und Leichtsinnsfehler
  • Schwierigkeiten beim Wechsel vom Text zur Tafel und zurück
  • Wörter oder Zeilen werden ausgelassen
  • Hilfsmittel: mit dem Finger mitlesen
Vergenzstörungen:
  • Unschärfe
  • Diplopie (Doppeltsehen)
  • Schlechte Konzentration, Ausdauer
  • Häufiges Augenreiben
  • Schnelle Ermüdung
  • Kopfschmerzen
  • tränende brennende Augen
  • Probleme mit Raumaufteilung und Distanzverarbeitung
Akkommodationsstörungen:
  • Unschärfe in der Nähe
  • Schwierigkeiten beim Fokuswechsel
  • Müdigkeit
  • Lichtempfindlichkeit
  • nicht Lesen stoppt Beschwerden
  • Kopf-/Augenschmerzen
  • Häufiges Augenreiben
  • unnormale Arbeitsentfernung und Körperhaltung
  • Bevorzugung großer Buchstaben
  • Fehlende Ausdauer beim Lesen, Leseverständnis lässt nach
Weitere Symptome:
  • Auslassen, Hinzufügen, Vertauschen von Wörtern, Silben, Buchstaben (B-D, q-g)
  • geringes Lesetempo
  • Verlieren der Textzeile
  • häufiges Stocken
  • Gelerntes kann nicht reproduziert werden (Leseverständnis)
Rechtschreibung:
  • viele Fehler
  • Verwechselung von Buchstaben
  • Fehlerinkonstanz
  • unleserliche Handschrift